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Countdown Baubeginn

Das Siegerprojekt ist erkoren! Das Projekt "FUCHUR" der Zürcher ARGE Müller Sigrist Architekten AG / Güntensperger Baumanagement AG ging aus einem Wettbewerbsverfahren mit insgesamt elf Projekteingaben als Sieger hervor. >

Projekt. Der efz beabsichtigt, einen Ersatzneubau für das Kinderheim Pilgerbrunnen zu erstellen. Der bestehende Altbau wird abgerissen. Mit dem Neubauprojekt soll
- der Weiterbetrieb des Kinderheims nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Standards der Bindungspädagogik geführt werden können,
- die Kita auch in Zukunft im bisherigen Umfang ihr qualitativ gutes Angebot weiterführen können,
- ein zusätzliches Wohnangebot zum bestehenden Brahmshof geschaffen werden. 
Das Ersatzneubauprojekt "Neubau Pilgerbrunnen" umfasst drei Teilprojekte: TPA Neubau Kinderheim, TPB Anbau Kindertagesstätte (Kita), TPC Neubau Wohnungen.

Mobirise

Ausgangslage.
1889 wurde das heutige Areal in Zürich-Wiedikon erworben. Es wurde eine Zufluchtsstätte für ledige Mütter und ihre Kinder, das "Zufluchtshaus für gefallene Mädchen", erbaut und damit entstand die erste Maternité der Schweiz. Die Maternité wandelte sich im Laufe der folgenden vierzig Jahren zu einem Säuglingsheim. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte ein Streifen des Grundstücks entlang der Badenerstrasse an die Stadt Zürich verkauft und mit diesem Erlös 1947 das Kinderheim Pilgerbrunnen erbaut werden.
Auch auf dem Areal entstand die preisgekrönte Wohnüberbauung "Brahmshof". Die Siedlung konnte 1991 bezogen werden und wurde über die Landesgrenzen hinaus als Modell für zeitgemässes und zukunftgerichtetes Wohnen bekannt.

Zielsetzung.
Bewahrung von Werten. Veränderung. Gewinn.
Herausforderung wird das sinnvolle und architektonisch ansprechende Zusammenfügen der drei Teilprojekte sein, wie auch der Dialog mit dem bestehenden Brahmshof und der Einordnung in der Umgebung. Der Pilgerbrunnen soll mit Geborgenheit, Vertrauen und menschliche Wärme in Verbindung gebracht werden. Es sollen sowohl die Bedürfnisse nach menschlicher Nähe wie auch nach Nischen/Rückzugsorten berücksichtigt werden. Massstäblichkeit und Materialität sollen das Ziel unterstützen. Gesucht werden innovative Lösungen, die sich von überkommenen Vorstellungen lösen, ohne aber zu vergessen für wen gebaut wird.

Mobirise
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Teilprojekt A. Neubau Kinderheim.
Das Kinderheim Pilgerbrunnen bietet Betreuungsplätze für Kinder im stationären Frühbereich an, welche aus verschiedenen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie wohnen können. Die Kinder wohnen in Wohngruppen. Der Ablauf in den Wohngruppen soll möglichst dem "Normalitätsprinzip", analog einer Familie in einer Wohnung entsprechen.
Die zukünftige traumapädagogische Neuausrichtung soll die Möglichkeit eines stärkeren Einbezugs der Eltern bieten und auch die Grenze zwischen stationärem und ambulantem Aufenthalt flexibler gestalten.
Zum Raumprogramm gehören auch die entsprechenden Verwaltungsräumlichkeiten und Wirtschaftsbereiche wie auch Gemeinschaftsräume und Aussenanlagen für Freizeit und Therapie. Die entsprechend ausgestalteten Räume dienen dazu, die Kinder mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschichten darin zu unterstützen, in den Situationen ihres gegenwärtigen und künftigen Lebens möglichst autonom, solidarisch und kompetent zu handeln.

Teilprojekt B. Anbau Kindertagesstätte.
Die Kindertagesstätte Pilgerbrunnen bietet eine ganzjährige Betreuung an 5 Wochentagen für Kinder im Alter von 3 Monaten bis zum Kindergartenalter an.
Die heutigen Räumlichkeiten der Kita befinden sich sowohl im Altbau des Kinderheims (1 Gruppe) wie auch in der neueren Brahmshofsiedlung (3 Gruppen). Der Bedarf für die aktuelle Platzzahl ist weiterhin gegeben, dadurch muss eine Lösung für die wegfallende Gruppe gefunden werden. Deshalb soll diese Gruppe an die bestehenden Räumlichkeiten angebaut werden.

Mobirise
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Teilprojekt C. Neubau Wohnungen.
Der efz möchte qualitativ gute Wohnungen zu einem fairen Preis anbieten für Menschen, welche ein geringes Einkommen haben und die Voraussetzungen für subventionierte Familien- oder Alterswohnungen nicht erfüllen.
Es sollen im Minimum 20 Zwei-Zimmerwohnungen und 14 Drei-Zimmerwohnungen mit Bad/WC angeboten werden. Einfacher Standard. Diese Wohnungen ergänzen das Angebotsportfolio im Brahmshof, welcher Maisonette-Wohnungen, Geschosswohnungen, Wohnungen und Wohngemeinschaften für Studierende, Wohnungen für allein Erziehende und Familien, Wohnungen für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung, Wohnungen für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung, Alterswohnungen und Atelierhäuser umfasst.
Die Wohnungsgrössen des Neubaus beziehen sich hauptsächlich auf die heute ungestillte Nachfrage nach kleinen bezahlbaren Wohnungen. In Zukunft soll aber auf die steigende Nachfrage nach neuen Wohnformen flexibel reagiert werden können. Daher sind Grundrisskonzepte gesucht, welche es ermöglichen, einen Anteil der Wohnungen durch einfaches Zusammenlegen als grössere Einheiten anbieten zu können.
Zusätzlich werden vier Grosswohnungen als alternative Wohnform zu den Kleinwohnungen geplant, welche bei Erweiterungsbedarf zum Kinderheim zugeschaltet werden könnten.
Zum Raumprogramm gehört auch eine Studiowohnung für die Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit für Eltern mit ihren Kindern aus dem Kinderheim und als Gästezimmer für die Überbauung.

Strategischer Beirat.
Der strategische Beirat setzt sich aus Patinnen und Mitträger des Projekts zusammen und agiert als Gesprächs- und Diskussionspartner (Echoraum) für die Bauherrschaft. Seine Erörterungen dienen als Entscheidungshilfe für strategische Entscheide und als Feedback für das Projekt mit dem Ziel, ein möglichst  bedürfnisorientiertes Projekt realisieren zu können.
Mitglieder: Barbara Emmenegger (HSLU), Susanne Gysi (ehem. Wohnforum ETH), Ursina Herzog (GFZ), Franz Holderegger (Krisenintervention Schweiz), Hans Wilhelm Im Thurn (Architekt), Silvana Kohler (Brahmshof), Kathrin Martelli (ehem. Hochbaudepartement Zürich), Lucie Rehsche (ehem. KESB), Karin Salm (Kulturjournalistin), Marc Schmid (KJPK Basel), Alfons Sonderegger (ehem. FGZ), Joëlle Zimmerli (Zimraum)

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